Zakynthos-Geheimtipps abseits der Massen

Auf einen Blick

  • Wo: vor allem im bergigen Westen und Norden der Insel, zwischen Olivenhainen, Kiefernwald und Steilküste.
  • Dörfer: Exo Chora, Kiliomenos, Louha, Kambi, Maries, Keri und Anafonitria.
  • Baden: die Felsbuchten Porto Roxa und Korakonisi an der Westküste.
  • Wandern: ein Rundweg von rund 8,5 Kilometern um Agalas und ein Weg von Keri zum Leuchtturm.
  • Anfahrt: Für die meisten Ziele braucht man ein Auto oder einen Roller, die Linienbusse fahren die Bergdörfer kaum an.

Abseits von Laganas, Tsilivi, Navagio und den Blue Caves zeigt Zakynthos ein anderes Gesicht: Dörfer aus Stein, alte Olivenbäume, Klöster und stille Felsbuchten. Die Wege durch die Berge im Westen und Norden haben die meisten Urlauber noch nicht entdeckt. Diese Liste stellt Orte vor, die einen Umweg lohnen, jeweils mit dem Wichtigsten in einem Absatz.

Altes Haus an der Dorfstraße von Exo Chora
Altes Haus an der Dorfstraße von Exo Chora · Foto: Mrcsifkin, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Bergdörfer im Westen

Exo Chora: der alte Olivenbaum

Exo Chora liegt im Westen an der Straße von Macherado nach Anafonitria, 2021 lebten hier 102 Menschen. Das Dorf hat das Erdbeben von 1953 überstanden und die ursprüngliche zakynthische Bauweise bewahrt: malerische Straßen und traditionelle Häuser. Bekannt ist der mächtige Stamm eines Olivenbaums am Dorfplatz, der mit den Jahren aussieht wie eine Skulptur. Von hier führt ein Feldweg zum sogenannten italienischen Beobachtungsposten mit beeindruckender Aussicht.

Kiliomenos und Louha

Kiliomenos gilt als Dorf der Steinmetze, die Einheimischen lernten das Handwerk von klein auf. Davon zeugen die Steinhäuser im Ort. Auffällig ist der 22 Meter hohe Glockenturm mit eigenartigen Symbolen. Er gehört zur Kirche Agios Nikolaos, einer der wenigen Kirchen Griechenlands im gotischen Stil. Kiliomenos und das Bergdorf Louha geben einen Eindruck vom ursprünglichen Inselleben. Von Kiliomenos aus geht es auch zur Felsbucht Korakonisi.

Kambi: Klippe und mykenische Gräber

Das Dorf Kambi liegt direkt an der Kante der Steilküste im Westen, umgeben von Olivenhainen und Weinbergen. 2021 lebten hier 46 Menschen. Bekannt ist das große Kreuz auf der Klippe über der Bucht von Schiza und der Blick zum Sonnenuntergang. Weniger bekannt: Bei Kambi wurden 1971 sechs mykenische Schachtgräber mit Steinplatten untersucht. Mehr zum Abend an der Klippe steht im Beitrag Sonnenuntergang auf Zakynthos.

Steilküste und Bucht bei Kampi an der Westküste
Steilküste und Bucht bei Kambi an der Westküste · Foto: Michal M, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Maries und das Kloster Anafonitria

Das ruhige Dorf Maries hat seine Bräuche bewahrt. Bekannt ist es für die Kirche der Maria Magdalena, die der Überlieferung nach hier zum ersten Mal von Christus gesprochen haben soll. Örtliche Läden verkaufen Olivenöl, Wein und handgefertigte Leinenwaren. Weiter nördlich liegt Anafonitria auf 340 Metern Höhe. Das Dorf ist nach dem Kloster der Panagia Anafonitria benannt, das in einem Kiefernwald etwas außerhalb steht. Im 16. Jahrhundert lebte dort der heilige Dionysios, der Schutzpatron der Insel, als Mönch. Auf dem Weg nach Volimes liegt zudem das Kloster Agios Georgios Krimnon. Mehr zur Gegend auf der Seite Volimes.

Ruhige Buchten

Porto Roxa bei Agios Leon

Vom Bergdorf Agios Leon führen zwei Straßen zum Meer. Die eine endet in Porto Limnionas, die andere in Porto Roxa, einer winzigen Felsbucht rund 25 Kilometer von Zakynthos-Stadt. Ins Wasser geht es über Treppen oder direkt von den Felsen. Die Bucht zieht nicht viele Leute an, das Wasser ist etwas kühler als anderswo, und unter Wasser lohnt sich die Maske.

Korakonisi

Korakonisi ist ein Felsen im Meer, der über einen schmalen Streifen mit der Küste verbunden ist. Er bildet einen Bogen von mehr als 20 Metern Höhe, dahinter liegt ein kleiner Fjord mit klarem Wasser. Der Weg ist das, was die Bucht ruhig hält: eine holprige Piste ab Kiliomenos und ein schmaler Pfad mit hohen Steinstufen, an dem Seile beim Abstieg helfen. Wasser mitnehmen, unterwegs gibt es nichts. Mehr zu allen Felsbuchten auf der Seite Buchten auf Zakynthos.

Der schmale Fjord bei Korakonisi
Der schmale Fjord bei Korakonisi · Foto: Spyros L., CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Zu Fuß unterwegs

Rundweg bei Agalas

Im Südwesten liegt das Bergdorf Agalas, umgeben von Kiefernwald. Ein Rundweg von rund 8,5 Kilometern führt an der Höhle des Damianos vorbei, durch das alte Dorf und zu den Quellen des Andronios. Unterwegs kommt man durch einen uralten Olivenhain. Weitere Routen stehen auf der Seite Wandern auf Zakynthos.

Keri: Dorf, Kirche und Weg zum Leuchtturm

Das Bergdorf Keri liegt an der Südwestspitze der Insel: Steinhäuser, enge Gassen und ein gepflasterter Platz. Die Kirche Panagia Keriotissa hat einen schönen Glockenturm und eine geschnitzte Ikonostase aus Holz. Ein Wanderweg führt vom Dorf durch Olivenhaine und Kiefernwald bis zum Leuchtturm von Keri, mit Blick auf die Südwestküste und die Felsen der Mizithres. Auf dem Rückweg passiert man die Kirche. Mehr zu Dorf und Hafen auf der Seite Keri und Limni Keri.

Die Kirche Panagia Keriotissa im Dorf Keri
Die Kirche Panagia Keriotissa im Dorf Keri · Foto: Maesi64, CC0, via Wikimedia Commons

Im Norden und bei der Stadt

Kap Skinari

Das Kap Skinari ist der nördlichste Punkt der Insel. Zwischen Agios Nikolaos und dem Kap reiht sich die Kette der Blue Caves. Von der Straße führt an einer kleinen Mühle eine Treppe mit rund 100 Stufen zum Wasser hinunter, so erreicht man die Höhlen auch ohne Boot. Mehr auf der Seite Kap Skinari.

Askos Stone Park

Im Norden bei Agios Nikolaos liegt der Askos Stone Park, ein Tierpark auf rund 50 Hektar, der 2002 für Besucher öffnete. Den Namen hat er von den Steinbauten auf dem Gelände: Pflasterwege, Mauern, alte Ställe und in den Fels gehauene Becken für Regenwasser, die rund 600 Jahre alt sind. Zu sehen sind unter anderem Hirsche, Pfauen, Ziegen und Wasserschildkröten. Einzelheiten auf der Seite Askos Stone Park.

Strani-Hügel

Rund 2 Kilometer von der Stadt entfernt steht auf dem Strani-Hügel eine Büste des Nationaldichters Dionysios Solomos. Hier soll er den „Hymnos eis tin Eleftherian“ geschrieben haben, dessen erste Strophen heute die Nationalhymne Griechenlands sind. Vom Hügel ist es nicht weit nach Bochali und zur venezianischen Burg.

Häufige Fragen

Wo ist es auf Zakynthos am ruhigsten?

In den Bergdörfern im Westen und Norden, etwa in Exo Chora, Kiliomenos, Louha, Maries oder Anafonitria.

Braucht man für die Geheimtipps ein Auto?

Meistens ja. Die Bergdörfer und die Buchten der Westküste erreicht man nur mit Auto, Roller oder Taxi. Für Korakonisi ist ein geländegängiges Fahrzeug von Vorteil. Mehr dazu auf der Seite Mietwagen, Roller und Quad.

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