Gerakas

Auf einen Blick

  • Lage: Südspitze der Halbinsel Vasilikos, am Ostrand der Bucht von Laganas. Mit dem Auto rund 16 km von Zakynthos-Stadt.
  • Strand: rund 600 m feiner, heller Sand, 15 bis 30 m breit. Das Wasser ist flach und fällt sanft ab.
  • Ausstattung: wenige Liegen nahe am Wasser, keine Bar am Strand. Tavernen, Toiletten und Parkplätze oben am Zugang.
  • Schildkröten: Niststrand im Nationalen Meerespark. Von Mai bis Oktober nur von 7 bis 19 Uhr, nachts gesperrt. Keine eigenen Sonnenschirme.
  • Für wen: Familien mit Kindern und alle, die einen naturbelassenen Sandstrand suchen und sich an die Regeln halten.

Gerakas ist einer der schönsten Sandstrände von Zakynthos und zugleich einer der wichtigsten Niststrände der Unechten Karettschildkröte. Die Bucht liegt ganz im Süden der Halbinsel Vasilikos, dort, wo die Bucht von Laganas im Osten endet. Hinter dem Strand stehen helle Lehmklippen, davor liegt flaches, klares Wasser. Bebaut ist hier nichts, und so soll es auch bleiben: Gerakas gehört zum Nationalen Meerespark Zakynthos, und am Strand gelten feste Regeln.

Der Strand von Gerakas mit flachem Wasser
Der Strand von Gerakas mit flachem Wasser · Foto: dronepicr, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Lage und Anfahrt

Von Zakynthos-Stadt fährt man nach Süden über Argassi auf die Halbinsel Vasilikos, bis die Straße an der Südspitze endet. Das sind rund 16 Kilometer, ohne Verkehr etwa 20 Minuten Fahrt. Oben am Zugang gibt es mehrere Parkplätze, die meisten kostenlos, dazu einige Tavernen. Vom Parkplatz führt ein Pfad die Klippe hinunter an den Strand. Es ist der einzige Zugang.

Mit dem Linienbus ist Gerakas schlecht zu erreichen. Die Linie des Busunternehmens KTEL auf die Halbinsel endet in der Saison in Porto Roma, von dort ist es noch ein gutes Stück zu Fuß. Wer kein Auto hat, nimmt ein Taxi oder mietet für den Tag einen Roller. Wo Gerakas im Verhältnis zu den anderen Stränden der Halbinsel liegt, zeigt die Karte unten.

Karte: Die Strände der Halbinsel Vasilikos
Die Strände der Halbinsel Vasilikos · Karte: © OpenStreetMap-Mitwirkende, Daten ODbL

Der Strand

Der Strand ist an der Wasserlinie gut 600 Meter lang und 15 bis 30 Meter breit. Der Sand ist fein und weich, im westlichen Teil liegen auch Kiesel. Der Meeresboden ist sandig und fällt sanft ab. Deshalb können Kinder hier gut im Wasser spielen, und auch wer nicht sicher schwimmt, kommt gut zurecht.

Auffällig sind die Lehmklippen hinter dem Strand. Sie sind 15 bis 20 Meter hoch und schirmen den Strand gegen das Licht der Häuser weiter oben ab. Für die Schildkröten ist das wichtig, denn künstliches Licht lockt die frisch geschlüpften Tiere vom Meer weg. An einem Ende des Strandes liegt eine kleine Landspitze aus Lehm, bekannt für ihren Ton. Der Lehm von Gerakas gilt als geologisches Denkmal. Man darf ihn weder benutzen noch mitnehmen, auch nicht für die beliebte Lehmpackung auf der Haut.

Erosionsformen im hellen Gestein bei Gerakas
Erosionsformen im hellen Gestein bei Gerakas · Foto: kallerna, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Niststrand der Meeresschildkröten

Gerakas ist einer von sechs Niststränden in der Bucht von Laganas. Die anderen sind Marathonisi, Laganas-Ost, Kalamaki, Sekania und Dafni. Zusammen sind sie nur rund fünfeinhalb Kilometer lang, und doch legen dort im Schnitt rund 1.200 Mal im Jahr Weibchen ihre Eier ab. Der Anteil von Gerakas ist in den letzten Jahren gestiegen. Mehr zu den Tieren steht auf der Seite Meeresschildkröten.

Für die Besucher heißt das: Der Strand ist nur tagsüber geöffnet. Das Gründungsdekret des Parks von 1999 erlaubt den Aufenthalt von Mai bis Oktober zwischen 7 und 19 Uhr, die Parkverwaltung nennt 7 Uhr bis Sonnenuntergang. In der Nacht gehört der Strand den Schildkröten. Der Meerespark nennt für die Niststrände diese Regeln:

  • Man bleibt in einem schmalen Streifen von etwa fünf Metern am Wasser. Weiter hinten liegen sehr wahrscheinlich Nester.
  • Nester nahe diesem Streifen sind mit einem Gitter markiert. Man hält Abstand.
  • Keine eigenen Sonnenschirme. Erlaubt sind nur die bereits vorhandenen.
  • Sandburgen und Kuhlen nur ein bis zwei Meter vom Wasser bauen und vor dem Gehen wieder einebnen.
  • Keine Autos, Mopeds, Fahrräder, Pferde und Hunde am Strand.
  • Sand, Muscheln, Steine und Lehm bleiben am Strand, Seeigel und Seesterne im Meer.
  • Frisch geschlüpfte Schildkröten nicht anfassen, sondern den Parkwächter rufen.
  • Müll und Zigarettenkippen wieder mitnehmen.

Auch auf dem Wasser gibt es Grenzen. Vor Gerakas, Dafni und Sekania dürfen keine Motorboote fahren, motorisierter Wassersport wie Jetski ist im ganzen Meeresteil des Parks verboten. Wer im Wasser einer Schildkröte begegnet, hält mindestens 15 Meter Abstand, schwimmt nicht frontal auf sie zu und beobachtet sie höchstens 15 Minuten. Füttern und anfassen ist tabu.

Nach dem Dekret dürfen sich von Mai bis Oktober höchstens 350 Menschen gleichzeitig am Strand aufhalten. Die Umweltverbände haben an Sommertagen deutlich mehr gezählt. Wer früh kommt, hat mehr Platz und stört weniger.

Ausstattung, Essen und Infozentrum

Am Strand selbst stehen nur wenige Liegen und Schirme. Das Dekret erlaubt höchstens 60 Schirme und 120 Liegen, drei bis fünf Meter vom Wasser, nach Sonnenuntergang werden sie weggeräumt. Eine Strandbar gibt es nicht. Wer etwas essen oder trinken will, geht hinauf zu den Tavernen am Zugang. Natürlichen Schatten gibt es kaum. Ein Hut, viel Wasser und Sonnenschutz gehören deshalb in die Tasche.

Am Strand liegt das Rettungs- und Informationszentrum für Meeresschildkröten der Organisation Earth, Sea & Sky. Es ist nach eigenen Angaben von Mai bis Oktober täglich von 9 bis 20 Uhr geöffnet. Dort erfährt man, wie die Nester geschützt werden und was mit verletzten Tieren geschieht.

Tipps für den Besuch

  • Früh kommen. Vormittags sind Parkplatz und Strand noch leer, ab Mittag wird es voll.
  • Schnorcheln: Der Grund ist überwiegend Sand. Wer Fische und Felsen sehen will, ist an den Felsbuchten der Westküste besser aufgehoben.
  • Vor Sonnenuntergang gehen. Die Parkwächter schicken die Besucher bei Sonnenuntergang vom Strand.
  • Lehm liegen lassen. Das Lehmbad ist zwar ein beliebtes Fotomotiv, aber verboten.

In der Nähe

Gleich nördlich liegen an der Ostküste der Halbinsel Porto Roma, St. Nicholas und Porto Zoro sowie Banana Beach. Auf der Westseite der Halbinsel liegt der Niststrand Dafni. Gegenüber, auf der anderen Seite der Bucht, liegt die Schildkröteninsel Marathonisi.

Häufige Fragen zu Gerakas

Ist Gerakas für Kinder geeignet?

Ja. Der Sand ist fein, und das Wasser fällt sanft ab. Weil es kaum Schatten und keine Bar am Strand gibt, sollte man Getränke und Sonnenschutz mitnehmen.

Darf man in Gerakas einen Sonnenschirm aufstellen?

Nein. An den Niststränden Gerakas, Dafni und Marathonisi sind eigene Sonnenschirme verboten, weil sie Nester beschädigen können. Man kann eine der vorhandenen Liegen mit Schirm mieten.

Wann ist der Strand geöffnet?

Nur tagsüber. Nach dem Dekret des Meeresparks von Mai bis Oktober von 7 bis 19 Uhr, die Parkverwaltung nennt 7 Uhr bis Sonnenuntergang. In der Nacht ist der Strand gesperrt, damit die Schildkröten ungestört an Land kommen können.

Sieht man in Gerakas Schildkröten?

Am Strand sieht man vor allem die markierten Nester. Die Weibchen kommen nachts, wenn der Strand gesperrt ist. Im Wasser der Bucht begegnet man den Tieren mit etwas Glück beim Schwimmen. Dann gilt: Abstand halten.