Auf einen Blick
- Lage: Norden der Insel, auf 430 m an den Nordhängen des Vrachionas. Rund 31 km Straße von Zakynthos-Stadt.
- Einwohner: 392 im Dorf, 534 in der Ortsgemeinschaft (2021).
- In der Nähe: Aussicht über Navagio (knapp 4 km), Kloster Anafonitria, Hafen Agios Nikolaos mit Booten zu den Blue Caves.
- Bekannt für: Handarbeiten, Olivenöl und Honig.
- Anfahrt: nur mit Auto, Roller oder Taxi. Kein Linienbus.
Volimes ist das größte Dorf im bergigen Norden von Zakynthos. Es liegt auf 430 Metern Höhe an den Nordhängen des Vrachionas, mit 756 Metern der höchste Berg der Insel. Das Dorf liegt auf dem Weg zur Aussicht über Navagio und zum Hafen Agios Nikolaos, von dem die Boote zu den Blue Caves fahren. Es lohnt sich, anzuhalten: Am Straßenrand stehen Stände mit Olivenöl, Honig und Handarbeiten.

Lage und Anfahrt
Von Zakynthos-Stadt sind es rund 31 Kilometer, entweder über die Nordostküste und Alykes oder quer durch die Berge. Einen Linienbus gibt es nicht. Das Nachbardorf Ano Volimes liegt noch etwas höher, auf 462 Metern. Zur Ortsgemeinschaft Volimes gehören auch der Hafen Agios Nikolaos und die kleinen Weiler Askos, Varvara, Elies und Korithi.
Handarbeit, Öl und Honig
Volimes ist bekannt für Handarbeiten: Tischdecken, Deckchen und Teppiche, die traditionell im Winter gefertigt werden. Dazu kommen Olivenöl und Honig aus der Gegend. Im Ort und an der Straße stehen Verkaufsstände mit Öl, Honig und Gewürzen. Wer ein Mitbringsel sucht, ist hier richtig.
Aussicht über Navagio
Von Volimes sind es knapp vier Kilometer bis zur Aussichtsplattform über der Schmugglerbucht mit dem Schiffswrack. Sie liegt bereits in der Gemeinschaft Anafonitria. Der Strand selbst ist gesperrt, und auch oben gilt 2026: Hinunterschauen nur von der bestehenden Plattform, nicht von der Klippenkante. Alles zur Lage steht auf der Seite Navagio.

Anafonitria und sein Kloster
Anafonitria liegt auf 340 Metern im Nordwesten, gut 29 Kilometer von der Stadt, und hatte 2021 203 Einwohner. Bis 1915 hieß das Dorf Plemonari. Seinen heutigen Namen hat es vom Kloster der Panagia Anafonitria, das etwas südwestlich des Dorfes in einem Kiefernwald steht. Wann es gegründet wurde, ist nicht sicher, genannt werden das 14. und das 15. Jahrhundert. Der Inselheilige Dionysios lebte im 16. Jahrhundert als Mönch im Kloster und zog sich am Ende seines Lebens dorthin zurück, nahm Beichten ab und gab Rat. Begraben ist er nach eigenem Wunsch auf den Strofaden-Inseln.
Unterhalb von Anafonitria führt eine der beiden Straßen hinunter nach Porto Vromi, wo die Boote nach Navagio ablegen.
Agios Nikolaos: Hafen im Norden
Rund zehn Kilometer von Volimes liegt an der Nordostküste der Weiler Agios Nikolaos mit gerade 20 Einwohnern. Sein kleiner Hafen wird von einer vorgelagerten Insel gegen den Nordwind geschützt. Von hier fahren die kleinen Boote zu den Blue Caves am Kap Skinari und weiter nach Navagio. Im Sommer legt hier außerdem eine Fähre nach Pessada auf Kefalonia ab. Nicht verwechseln mit dem Strand Agios Nikolaos auf der Halbinsel Vasilikos.

Kambi und der Sonnenuntergang
Weiter südlich an der Westküste liegt Kambi, ein kleines Dorf auf 178 Metern mit 46 Einwohnern. Es gilt als einer der besten Orte der Insel für den Sonnenuntergang, mit weitem Blick über das Ionische Meer. Die Westküste fällt hier steil ab, teils bis zu 200 Meter. Gut einen Kilometer westlich des Dorfes steht ein Kreuz an der Steilküste. Bei Kambi wurden 1971 sechs mykenische Gräber untersucht, ein Hinweis darauf, wie lange die Gegend schon besiedelt ist.

Häufige Fragen
Wie weit ist es von Volimes zur Navagio-Aussicht?
Knapp vier Kilometer auf der Straße. Die Plattform liegt oberhalb der Nordseite der Bucht.
Fährt ein Bus nach Volimes?
Nein. Die KTEL fährt Volimes, Anafonitria, Kambi und Agios Nikolaos nicht an. Man braucht ein Auto, einen Roller oder ein Taxi, oder man kommt mit einem Ausflugsboot an die Küste.
Quellen
- ELSTAT: Volkszählung 2021, Siedlungsebene (ΦΕΚ Β‘ 2090/2024)
- Wikipedia: Volimes
- zanteisland.com: Volimes
- autotriti.gr: Kloster Anafonitria (2018)
- Orthodoxia News Agency (2025): Der heilige Dionysios von Zakynthos
- Discover Greece: Zakynthos
- Agallopoulou (1972): Mykenische Gräber bei Kambi, ΑΑΑ V
- Ferryhopper: Fähre Kefalonia – Zakynthos