Agios Leon und Kiliomenos

Auf einen Blick

  • Lage: zwei Bergdörfer im Westen der Insel, an der Straße von Machairado nach Anafonitria. Agios Leon liegt rund 23 bis 24 km von Zakynthos-Stadt, Kiliomenos rund 17 km.
  • Einwohner: Agios Leon 368, Kiliomenos 333 (2021).
  • Kiliomenos: das Dorf der Steinmetze, mit dem frei stehenden, verzierten Glockenturm der Kirche Agios Nikolaos.
  • Agios Leon: benannt nach seiner Kirche aus dem 14. Jahrhundert, enge Gassen, rote Ziegeldächer.
  • Ans Meer: von Agios Leon hinunter nach Porto Limnionas und Porto Roxa, von Kiliomenos über eine Schotterpiste nach Korakonisi.

Agios Leon und Kiliomenos liegen hintereinander an der Bergstraße, die von der Ebene im Osten über die Insel auf die Westseite führt. Beide Dörfer sind klein und haben ihre traditionelle Bauweise bewahrt. Kiliomenos ist für seine Steinmetze und seinen ungewöhnlichen Glockenturm bekannt. Agios Leon ist der Ausgangspunkt zu zwei kleinen Felsbuchten an der Westküste.

Luftbild der Westküste mit der Bucht Porto Limnionas und der Zufahrtsstraße
Die Felsbucht Porto Limnionas unterhalb von Agios Leon · Foto: dronepicr, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Lage und Anfahrt

Beide Dörfer gehören zum Gemeindebezirk Artemisia. Von Zakynthos-Stadt fährt man quer über die Insel und durch Machairado nach Kiliomenos. Die Inselhauptstadt ist von dort rund 17 Kilometer entfernt. Hinter Kiliomenos führt die Straße weiter nach Nordwesten nach Agios Leon, rund 23 bis 24 Kilometer von der Stadt. Von hier geht es weiter nach Norden über Exo Chora und Maries bis Anafonitria. Die ganze Strecke von Kiliomenos bis Anafonitria ist rund 15 Kilometer lang.

Für die Fahrt braucht man ein Auto oder einen Roller. Wer ein Fahrzeug mieten will, findet Hinweise auf der Seite Mietwagen, Roller und Quad. Für die Abstecher zum Meer genug Wasser einpacken.

Karte des Westens von Zakynthos mit Agios Leon, Kiliomenos, Machairado, Kambi, Porto Limnionas und Korakonisi
Agios Leon, Kiliomenos und die Buchten an der Westküste · Karte: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL

Kiliomenos: das Dorf der Steinmetze

Kiliomenos, griechisch Κοιλιωμένος, wird auch Agios Nikolaos genannt. Der Name kommt von der natürlichen Mulde, in der das Dorf liegt. So blieb es für Piraten unsichtbar. Einige hundert Menschen leben hier, vor allem von Landwirtschaft und Viehzucht. Das Dorf hat seine traditionelle Bauweise bewahrt, einzelne Gebäude stammen aus dem 16. Jahrhundert.

Bekannt ist Kiliomenos als „Dorf der Steinmetze“. Die Bewohner lernen das Handwerk von klein auf.

Der Glockenturm von Agios Nikolaos

Am Platz fällt der Glockenturm der Kirche Agios Nikolaos auf. Er steht nicht an der Kirche, sondern ihr gegenüber auf der anderen Straßenseite. Handwerker aus dem Ort bauten ihn zwischen 1893 und 1900, er ist rund 22 Meter hoch. An der Spitze sind seltsame Zeichen eingemeißelt. Die Bewohner deuten sie als Symbole für Gut und Böse, für Leben und Tod. Manche halten sie für freimaurerisch.

Auch die Kirche selbst fällt auf. Sie zeigt gotische Züge, was in Griechenland selten ist. Obwohl sie sehr alt wirkt, wurde sie erst Anfang des 20. Jahrhunderts an der Stelle einer älteren Kapelle gebaut. In den 1960er-Jahren wurde sie restauriert.

Im Dorf verkauft eine Frauengenossenschaft Erzeugnisse aus der Gegend: Ladotyri, den in Olivenöl gereiften Käse der Insel, außerdem Brot, Gebäck, Marmeladen, Essig, Likör, Kräuter, Seife und Kerzen. Mehr zu den Spezialitäten der Insel steht auf der Seite Essen auf Zakynthos.

Agios Leon

Agios Leon ist ein kleines, traditionelles Dorf auf der Westseite der Insel. Seinen Namen hat es von der Kirche Agios Leon aus dem 14. Jahrhundert. Mit seinen engen Gassen und roten Ziegeldächern hat es seine alte Bauweise bewahrt. Neben dem Ort Agios Leon gehört der Weiler Fterini mit elf Einwohnern zur Ortsgemeinschaft.

Von Agios Leon führen zwei Straßen hinunter zum Meer: eine nach Porto Roxa, eine nach Porto Limnionas. Der Schauspieler Alexis Georgoulis nennt Agios Leon sein liebstes Bergdorf und empfiehlt, danach zum Limnionas weiterzufahren und von den Felsen ins Wasser zu springen.

Porto Limnionas und Porto Roxa

Porto Limnionas und Porto Roxa sind zwei kleine, fjordartige Buchten mit sehr sauberem Wasser. Porto Limnionas ist die größere der beiden. Sand gibt es dort nicht, ins Wasser steigt man über Felsen und Treppen. In ihrer Umgebung liegen Meereshöhlen, die man mit Maske und Schnorchel erkunden kann. Alles Wichtige zu Anfahrt, Einstieg und Ausstattung steht auf der Seite Porto Limnionas.

Luftaufnahme der schmalen Bucht Porto Limnionas mit türkisfarbenem Wasser
Fjordartige Bucht von Porto Limnionas an der Westküste · Foto: dronepicr, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Korakonisi: der Felsbogen bei Kiliomenos

Südwestlich von Kiliomenos liegt an der Küste Korakonisi. Es ist eine Felsformation, die wie eine kleine Insel aussieht, aber mit dem Land verbunden ist. Bekannt ist sie für einen hohen natürlichen Felsbogen, die Brücke ist über 20 Meter hoch. Zwischen den Felsen haben sich kleine Becken gebildet. Das Wasser ist klar und tief, der Meeresboden abwechslungsreich, gut zum Schnorcheln.

Einen Strand gibt es nicht. Ins Wasser geht es über die Felsen, das Wasser ist tief. Das ist nur etwas für sichere Schwimmer. Von Kiliomenos führt eine Straße Richtung Küste, das letzte Stück ist eine raue Piste. Vom Parkplatz geht man auf einem schmalen Pfad mit Steinstufen zur Felsformation. Genug Wasser mitnehmen.

Hoher natürlicher Felsbogen aus hellem Kalkstein an der Westküste von Zakynthos
Der Felsbogen von Korakonisi an der Westküste · Foto: ΒΟΡΕΑΚΟΣ ΑΘΑΝΑΣΙΟΣ, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Tipps für den Besuch

  • Die beiden Dörfer lassen sich gut mit Exo Chora, Kambi, Maries und Anafonitria verbinden. Vorschläge stehen auf der Seite Bergdörfer auf Zakynthos.
  • Für Korakonisi festes Schuhwerk anziehen, der Weg führt über Felsen.
  • Auf Schotterpisten mit dem Mietwagen langsam fahren und vorher die Mietbedingungen lesen.
  • Wer eine Kirche besichtigen will, bedeckt Schultern und Knie.

Auf der Seite Exo Chora geht es um das Nachbardorf mit dem alten Olivenbaum. Weitere Orte der Insel stehen in der Übersicht Orte auf Zakynthos.

Häufige Fragen zu Agios Leon und Kiliomenos

Wie kommt man von Agios Leon nach Porto Limnionas?

Von Agios Leon führt eine Straße hinunter zur Bucht. Eine zweite Straße führt nach Porto Roxa. Beide fährt man mit dem Auto oder Roller.

Was ist am Glockenturm von Kiliomenos besonders?

Er steht frei gegenüber der Kirche, ist rund 22 Meter hoch und wurde zwischen 1893 und 1900 von Handwerkern aus dem Ort gebaut. An der Spitze sind rätselhafte Zeichen eingemeißelt.

Kann man bei Korakonisi baden?

Ja, aber nur von den Felsen aus. Einen Strand gibt es nicht. Das Wasser ist tief, Baden dort ist nur etwas für geübte Schwimmer.