Keri-Höhlen (Keri Caves)

Auf einen Blick

  • Lage: Südküste von Zakynthos zwischen Kap Marathia und den Mizithres, unterhalb des Dorfes Keri.
  • Zugang: nur vom Meer aus, mit dem Ausflugsboot oder einem Mietboot.
  • Abfahrt: Limni Keri liegt am nächsten, knapp 4 km Luftlinie. Touren starten auch in Agios Sostis, Laganas und Kalamaki.
  • Baden: Badestopp vom Boot aus, tiefes Wasser, Einstieg über die Leiter. Schnorchelzeug lohnt sich.
  • Meerespark: Die Fahrt führt durch die Bucht von Laganas mit Tempolimit und Regeln zum Schutz der Meeresschildkröten.

Die Keri-Höhlen, international Keri Caves, sind eine Reihe von Meereshöhlen, Felsbögen und Grotten an der Südspitze von Zakynthos. Erreichen kann man sie nur vom Wasser aus. Mit den bekannteren Blue Caves im Norden haben sie nichts zu tun. Für viele Urlauber im Süden sind sie aber das nähere Ziel und lassen sich gut mit der Schildkröteninsel Marathonisi verbinden.

Helle Kalkklippe mit einem Felsbogen über türkisfarbenem Wasser
Felsbogen an der Steilküste bei den Keri-Höhlen · Foto: Agapi K.Patiri, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Wo liegen die Keri-Höhlen?

Die Höhlen liegen an der Südküste unterhalb von Keri, am westlichen Ende der Bucht von Laganas. Östlich davon springt das Kap Marathia ins Meer vor, westlich stehen die beiden Felskegel der Mizithres. Sie markieren den Anfang der Höhlenküste. Weiter westlich, auf der Klippe am Kap Keri, steht rund 2,7 Kilometer Luftlinie entfernt der Leuchtturm von Keri. Der nächste Hafen ist Limni Keri an der Westseite der Bucht, knapp 4 Kilometer Luftlinie entfernt. Von Agios Sostis sind es gut 7, von Laganas gut 9 Kilometer.

Karte des Südwestens von Zakynthos mit Laganas, Agios Sostis, Limni Keri, Marathonisi, Kap Marathia, Keri-Höhlen und Leuchtturm Keri
Lage der Keri-Höhlen und der Abfahrtsorte in der Bucht von Laganas · Karte: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL

Eine der Höhlen nahe Kap Marathia führt zu einem kleinen See im Inneren des Felsens. Man schwimmt hinein und geht dann rund zehn Meter durch die Höhle. Drinnen ist es dunkel, Licht fällt nur unter Wasser unter dem Fels herein. Wer das erleben will, nimmt eine wasserdichte Lampe mit und fährt mit einem kleinen Boot oder Schlauchboot hin.

Mit dem Ausflugsboot zu den Höhlen

Vom Hafen in Limni Keri fahren Ausflugsboote nach Marathonisi und zu den Meereshöhlen der Umgebung. Auch an anderen Orten der Bucht starten Touren, die beide Ziele verbinden. Typisch sind diese Varianten:

  • Glasbodenboot ab Laganas: rund drei bis dreieinhalb Stunden, Badestopp an einem Sandstrand auf Marathonisi, Schwimmen in den Keri-Höhlen, Ausschau nach Meeresschildkröten in der Bucht.
  • Glasbodenboot ab Agios Sostis: rund drei Stunden, mit Abholung an Hotels in Zakynthos-Stadt. Unterwegs Höhlen und Felsbögen an der Küste von Keri und ein Badestopp bei den Höhlen von Marathonisi.
  • Halbtagestour ab Kalamaki: rund fünf Stunden mit Minibus und Boot. Etwa eine Stunde auf Marathonisi, etwa 20 Minuten Badestopp und Schnorcheln an einer Keri-Höhle, dazu die Insel Cameo.

Die Anbieter weisen darauf hin, dass die Route vom Wetter abhängt. Manche Boote legen an den Badestellen gar nicht an, sondern ankern in geeignetem Wasser. Ins Meer geht es über eine Leiter oder mit Schwimmhilfen, die Anbieter empfehlen das sicheren Schwimmern. Minderjährige brauchen eine erwachsene Begleitperson, eine Aufsicht beim Schwimmen gibt es nicht.

Weiße Kalkfelsen mit überhängenden Höhleneingängen über klarem türkisfarbenem Wasser
Höhleneingänge über türkisfarbenem Wasser bei Keri · Foto: maczopikczu, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Mit dem Mietboot

Wer selbst fahren will, mietet ein kleines Motorboot. In Limni Keri und in Agios Sostis werden Boote mit 30 PS angeboten, für die kein Bootsführerschein nötig ist. Mieter müssen mindestens 18 Jahre alt sein. In Limni Keri gibt es Halbtagesmieten von 10 bis 14 Uhr oder von 14 bis 18 Uhr. Vermieter in Agios Sostis nennen ausdrücklich den Süden der Insel als Fahrgebiet, mit Marathonisi, den Keri-Höhlen, der Insel Cameo und den Mizithres als Ziele.

Ob ein Boot führerscheinfrei ist, hängt nach der griechischen Hafenordnung von Motor und Bootstyp ab, die 30-PS-Grenze gilt für normale Rümpfe. Das Boot muss vom Vermieter für die Vermietung zugelassen sein. Nahe an die Felsen heranzufahren braucht Übung, bei Wellengang ist Abstand die bessere Wahl. Alles Weitere zu Mieten und Touren steht auf der Seite Bootstouren und Boot mieten.

Regeln im Nationalen Meerespark

Auf dem Weg zu den Höhlen fährt man durch die Bucht von Laganas, den Kern des Nationalen Meeresparks Zakynthos. Die Bucht zwischen Kap Gerakas und Keri mit den Inseln Marathonisi und Pelouzo ist Natura-2000-Gebiet. Im Wasser gelten drei Zonen, die mit Bojen markiert sind:

  • Zone A: keine Boote, vom 1. Mai bis 31. Oktober.
  • Zone B: höchstens 6 Knoten, Ankern und Festmachen verboten.
  • Zone C: höchstens 6 Knoten, Ankern erlaubt.

Für Begegnungen mit Meeresschildkröten gilt in der Bucht ein Verhaltenskodex der Hafenbehörde: höchstens zwei Boote gleichzeitig an einem Tier, mindestens 15 Meter Abstand, langsamer als 2 Knoten, höchstens zehn Minuten, nicht füttern und nicht anfassen. Auf dem Niststrand von Marathonisi darf man sich nur von 7 Uhr bis Sonnenuntergang aufhalten, im Streifen bis etwa fünf Meter vom Wasser. Mehr dazu auf der Seite Schildkröten.

Blick von oben auf eine Bucht mit tiefblauem Wasser und hellen Kalkklippen
Die Küste bei den Keri-Höhlen von oben · Foto: Lukewill, gemeinfrei, via Wikimedia Commons

Baden und Schnorcheln

An den Höhlen geht man vom Boot aus ins Wasser. Das Wasser ist dort tief und klar. Für Ungeübte ist das nichts. Wer sicher schwimmt, kann am Eingang der größeren Höhlen schwimmen und mit Maske und Schnorchel die Felsformationen unter Wasser ansehen. Ein paar praktische Punkte:

  • Eigene Maske und Schnorchel mitnehmen, die Anbieter raten dazu.
  • Badeschuhe helfen, wenn man sich an den Felsen festhalten oder kurz ausruhen will.
  • Sonnenschutz, Wasser und eine Kopfbedeckung gehören an Bord.
  • In Höhlen nicht unter überhängende Felsen tauchen, die man nicht kennt.
Hohe Kalkfelswand mit einem Felstor, darunter blaues Meer
Felstor im Meer an der Küste bei Keri · Foto: Agapi K.Patiri, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Höhlen von Land aus sehen

Einen Weg hinunter zu den Höhlen gibt es nicht. Von oben sieht man die Küste und die Mizithres am besten vom Leuchtturm von Keri aus. Das Bergdorf Keri und der Badeort Limni Keri sind auf der Seite Keri und Limni Keri beschrieben. Wer die Höhlen im Norden mit den Keri-Höhlen vergleichen will, fährt zum Kap Skinari.

Häufige Fragen zu den Keri Caves

Wie kommt man zu den Keri-Höhlen?

Nur mit dem Boot. Am kürzesten ist der Weg ab Limni Keri. Ausflugsboote und Glasbodenboote fahren auch ab Agios Sostis, Laganas und Kalamaki, meist in Verbindung mit Marathonisi.

Kann man in den Keri-Höhlen schwimmen?

Ja, die Touren machen dort einen Badestopp, oft mit Schnorcheln. Das Wasser ist tief, man steigt über die Leiter vom Boot ein. Sichere Schwimmkenntnisse sind Voraussetzung.

Was ist der Unterschied zu den Blue Caves?

Die Blue Caves liegen am Kap Skinari im äußersten Norden, die Keri-Höhlen an der Südspitze. Beide sind Meereshöhlen. Von den Ferienorten im Süden sind die Keri-Höhlen deutlich näher.

Braucht man für ein Mietboot einen Führerschein?

Für die üblichen Mietboote mit 30 PS nicht, sofern der Vermieter sie als führerscheinfrei zugelassen hat. Mieter müssen mindestens 18 Jahre alt sein.