Auf einen Blick
- Beste Stellen: Felsbuchten wie Porto Zoro im Südosten, Porto Limnionas im Westen und Makris Gialos im Nordosten.
- Per Boot: die Höhlen von Keri, die Insel Marathonisi und die Blue Caves im Norden.
- Wasser: im Mittel über 22 °C von Juni bis Oktober, am wärmsten im August mit rund 26 °C.
- Schildkröten: mindestens 15 Meter Abstand, nicht füttern, nicht anfassen.
- Ausrüstung: Maske, Schnorchel, Flossen, dazu Badeschuhe für felsige Einstiege.
Zum Schnorcheln braucht es auf Zakynthos keine Tauchbasis. Es reichen Maske, Schnorchel und eine Bucht mit Felsen. Davon hat die Insel viele: An der Westküste fallen die Klippen steil ins Meer, im Norden und Südwesten liegen Höhlen und Felsbögen, im Südosten ragen große Blöcke aus dem Wasser. Wo der Grund felsig ist, gibt es am meisten zu sehen, über reinem Sand deutlich weniger. Dafür kann man in der Bucht von Laganas einer Meeresschildkröte begegnen.

Die besten Stellen zum Schnorcheln
Porto Zoro
An der Ostküste der Halbinsel Vasilikos prägen große Felsblöcke im Meer das Bild der Bucht. Viele schwimmen mit Maske und Schnorchel zwischen den Felsen. Im Wasser liegen viele Steine, Badeschuhe sind deshalb sinnvoll. Der Strand ist organisiert, mit Liegen und Bars. Mehr auf der Seite Porto Roma, St. Nicholas und Porto Zoro.
Porto Limnionas
Die fjordartige Bucht an der Westküste hat keinen Sand. Man steigt über Treppen ab, liegt auf Betonplattformen und ist vom Felsufer aus sofort im tiefen Wasser. Discover Greece nennt die Bucht ideal zum Schnorcheln, zum Springen und für Ausflüge in die Höhlen ringsum. Weil das Wasser gleich tief ist, empfiehlt Rough Guides die Bucht nur guten Schwimmern. Mehr auf der Seite Porto Limnionas.
Makris Gialos
Die Kiesbucht im Nordosten, zwischen Agios Nikolaos und Alykes, hat am Rand Höhlen, in einige kann man hineinschwimmen. Zum Schnorcheln und Kanufahren ist sie gut geeignet. Das Wasser wird schnell tief. Am frühen Morgen wirken die Farben am stärksten. Mehr auf der Seite Makris Gialos.
Blue Caves am Kap Skinari
Ganz im Norden reiht sich an der weißen Steilküste Höhle an Höhle. Einen Strand gibt es nicht, die Blue Caves sind eine Badestelle. Von der Straße zwischen Agios Nikolaos und Skinari führen rund 100 Stufen hinunter zum Wasser, die Treppe beginnt an einer kleinen Mühle. Die meisten kommen mit dem Boot ab Agios Nikolaos, die Fahrt dauert 10 bis 15 Minuten. Am schönsten ist das Licht am Vormittag. Mehr auf der Seite Blue Caves.

Höhlen von Keri und Marathonisi
Im Südwesten liegen unter der Steilküste von Keri zahlreiche Meereshöhlen. Man erreicht sie nur mit dem Boot, manche Touren fahren durch Felstunnel. Die Insel Marathonisi in der Bucht von Laganas nennt die griechische Tourismusorganisation als Ziel zum Tauchen und Schnorcheln. Beide Ziele lassen sich bei einer Bootstour verbinden, mehr dazu auf der Seite Bootstouren und Boot mieten und auf der Seite Marathonisi.
Xigia und Gerakas
Die kleine Bucht von Xigia an der Nordostküste ist etwas Besonderes: Aus einer Meereshöhle tritt schwefelhaltiges Wasser aus, der Geruch zieht über den Strand. Das Wasser fällt schnell ab und ist kälter als anderswo. Gerakas im Südosten hat dagegen flaches Wasser über Sand. Für Kinder ist das gut, zum Schnorcheln gibt es dort weniger zu sehen.
Nicht zum Schnorcheln geeignet ist derzeit Navagio: Für 2026 gilt bis zum 31. Oktober ein Badeverbot in der ganzen Bucht.
Seegras: die Wiesen aus Posidonia
Wer über Sand und Felsen hinausschwimmt, sieht oft dichte grüne Bänder am Grund. Das ist Neptungras, Posidonia oceanica. Die Parkverwaltung nennt diese Seegraswiesen die „Regenwälder des Mittelmeers“: Sie sind sehr produktiv, in ihnen leben viele wirbellose Tiere und Fische, und für viele Fischarten sind sie Kinderstube und Futterplatz. In der Bucht von Laganas gibt es ausgedehnte Wiesen. Man erkennt das auch an Land: Im Winter spült das Meer große Mengen abgestorbener Blätter an die Strände der Bucht.
Für Schnorchler heißt das: über den Wiesen schwimmen, nicht darin stehen und keine Pflanzen ausreißen. Die braunen Blätterhaufen, die im Winter am Strand liegen, sind kein Schmutz, sondern Teil dieses Lebensraums.

Seeigel
Auf felsigem Grund sitzen oft Seeigel, gern in Spalten und im flachen Wasser am Einstieg. Wer auf einen tritt, hat Stacheln im Fuß. Badeschuhe helfen beim Ein- und Ausstieg an Felsen und Kieseln. Im Wasser schwimmt man über die Tiere hinweg, statt sich auf dem Grund abzustützen. An den Niststränden des Meeresparks gilt ausdrücklich: Seeigel und Seesterne bleiben im Meer.

Schildkröten beim Schnorcheln
In der Bucht von Laganas leben im Sommer Unechte Karettschildkröten, und wer dort schnorchelt, sieht mit etwas Glück eine. Die Parkverwaltung hat dafür klare Regeln:
- Mindestens 15 Meter Abstand halten und sich nicht von vorn nähern.
- Höchstens 15 Minuten beobachten, wenn die Schildkröte unter Wasser bleibt, 10 Minuten, wenn sie an der Oberfläche ist.
- Nicht füttern und nicht anfassen. Füttern verändert ihr natürliches Verhalten und ihre Ernährung.
- Ruhig bleiben, keine hektischen Bewegungen. Wirkt das Tier gestresst, zieht man sich zurück.
Harpunieren und Angeln sind im ganzen Meerespark verboten, auch für Schnorchler. Mehr über die Tiere auf der Seite Schildkröten auf Zakynthos.

Ausrüstung und Sicherheit
- Maske und Schnorchel: Eine gut sitzende eigene Maske ist mehr wert als ein Leihset vom Strandkiosk. Vorher an Land testen.
- Flossen: In tiefen Buchten wie Porto Limnionas und an den Höhlen sparen sie viel Kraft.
- Badeschuhe: für felsige Einstiege, Kiesel und Seeigel.
- Sonnenschutz: Beim Schnorcheln verbrennt der Rücken schnell. Ein T-Shirt oder ein dünner Anzug schützt besser als Creme allein.
- Boote: In Buchten ohne abgebojte Badezone fahren Boote nah an die Küste. Wo es eine Badezone gibt, bleibt man darin. Motorisierte Freizeitboote dürfen seit 2026 nicht in abgebojten Badezonen fahren oder ankern.
- Flaggen: Eine rote Flagge am Strand heißt: nicht ins Wasser.
Jedes Jahr ertrinken in Griechenland Menschen im Meer, und verborgene Felsen oder geringe Tiefe führen zu schweren Verletzungen. Wer allein schnorchelt, sagt jemandem an Land Bescheid. Wer mehr will als Maske und Schnorchel, findet Tauchplätze und Tauchbasen auf der Seite Tauchen auf Zakynthos. Hintergrundwissen zu Ausrüstung, Meereslebewesen und Technik unter Wasser bietet tauchen.xyz.
Wann das Wasser warm genug ist
Im Mittel der Jahre 1991 bis 2020 hat das Meer um Zakynthos im Mai knapp 19 °C, im Juni gut 22 °C, im Juli knapp 25 °C und im August 26 °C. Der September liegt mit 25 °C kaum darunter, im Oktober sind es noch knapp 23 °C. Für längere Zeit im Wasser sind Juli bis September am angenehmsten. Den ganzen Jahresverlauf zeigt die Seite Wetter auf Zakynthos.
Häufige Fragen zum Schnorcheln auf Zakynthos
Wo kann man auf Zakynthos am besten schnorcheln?
In Felsbuchten: Porto Zoro im Südosten, Porto Limnionas im Westen, Makris Gialos im Nordosten. Mit dem Boot kommen die Höhlen von Keri, Marathonisi und die Blue Caves dazu.
Sieht man beim Schnorcheln Schildkröten?
In der Bucht von Laganas mit etwas Glück ja. Dann gelten 15 Meter Abstand, kein Füttern und kein Anfassen.
Braucht man Badeschuhe?
An Felsbuchten und Kieselstränden ja, wegen der Steine und der Seeigel. An den Sandstränden der Bucht von Laganas geht es auch ohne.
Quellen
- travel.gr: Porto Zoro (05.08.2023)
- Greeka: Porto Zoro beach
- Discover Greece: 12 best beaches in Zante
- Rough Guides: Best beaches in Zakynthos (24.06.2025)
- zanteisland.com: Route zu den Höhlen im Norden
- allovergreece.com: Γαλάζιες Σπηλιές (Blue Caves)
- travel.gr: Die besten Strände von Zakynthos (30.06.2025)
- National Geographic / Griechische Tourismusorganisation (GNTO): The best diving locations in Greece (27.08.2021, aktualisiert 25.04.2023)
- Nationaler Meerespark Zakynthos: Posidonia
- Nationaler Meerespark Zakynthos: Institutional Framework, Regeln für den Meeresteil und zur Beobachtung der Schildkröten
- Nationaler Meerespark Zakynthos: Schutzmaßnahmen an den Niststränden
- ARCHELON: Why we should not feed the sea turtles (22.09.2016)
- Ministerialentscheidung 2131.4/52320/2026 zur Allgemeinen Hafenordnung Nr. 20, ΦΕΚ Β‘ 4559 (24.07.2026)
- UK Foreign Office: Greece, Safety and security (11.08.2026)
- iefimerida: Greece bans access to Navagio beach and its waters until November (03.06.2026)
- NOAA PSL: OISST v2.1, Meeresoberflächentemperatur, Monatsmittel 1991–2020