Auf einen Blick
- Nordwesten: Kloster Anafonitria im Kiefernwald und Agios Georgios Krimnon mit Wehrturm, beide nahe der Aussicht über Navagio.
- Südosten: Panagia Skopiotissa nahe dem Gipfel des Skopos, eines der ältesten Klöster der Insel, heute Ruine mit erhaltener Kirche.
- Stadt: das Kloster der Strofaden und des Agios Dionysios am Hafen, neben der Kirche des Inselheiligen.
- Strofaden: das Stammkloster auf den kleinen Inseln im Süden, eine burgartige Anlage, für die eine Restaurierung vorgesehen ist.
- Anfahrt: Für die Klöster auf dem Land ist ein Auto oder Roller am praktischsten. Ein Linienbus fuhr im Sommer 2026 nur bis Volimes.
Klöster prägen die Geschichte von Zakynthos. Unter Venedig besaß Anafonitria großen Grundbesitz, Krimnon bewahrte Handschriften und half bei der Überwachung der Küste. Die Wehrtürme beider Klöster stehen bis heute. Der Inselheilige Dionysios lebte als Mönch auf den Strofaden und verbrachte seine letzten Jahre im Kloster Anafonitria. Wer die Insel abseits der Strände kennenlernen will, findet in den Klöstern alte Wandmalereien, Ikonen, schattige Höfe und oft eine weite Aussicht. Diese Seite stellt die wichtigsten Klöster vor.

Kloster Anafonitria
Das Kloster der Panagia Anafonitria steht im Nordwesten in einem Kiefernwald bei dem gleichnamigen Dorf, das früher Plemonari hieß und nach dem Kloster umbenannt wurde. Wann es gegründet wurde, ist nicht sicher, die Angaben reichen vom 13. bis zum 15. Jahrhundert. Zum Kloster gehört eine dreischiffige Basilika mit Holzdach und Wandmalereien. Den Eingang bewacht ein viereckiger Wehrturm. Verehrt wird eine wundertätige Ikone der Gottesmutter byzantinischer Herkunft, die nach der Überlieferung nach dem Fall Konstantinopels 1453 hierher kam.
Der Inselheilige Dionysios zog sich gegen Ende seines Lebens hierher zurück. Viele kamen zu ihm, um zu beichten und Rat zu holen. Bis heute ist Anafonitria deshalb ein wichtiger Wallfahrtsort. Alles Weitere steht auf der Seite Kloster Anafonitria.

Agios Georgios Krimnon
Knapp zwei Kilometer Luftlinie nördlich, auf dem Weg zur Aussicht über die Schmugglerbucht Navagio, liegt das Kloster des heiligen Georg „der Klippen“, Agios Georgios ton Krimnon. Bis zur Bucht mit dem Schiffswrack ist es in der Luftlinie knapp ein Kilometer. Wer von Anafonitria Richtung Volimes zur Navagio-Aussicht fährt, kommt am Kloster vorbei.
Das Kloster entstand um die Mitte des 16. Jahrhunderts um die gleichnamige Kirche, gegründet von den Athos-Mönchen Varlaam und Makarios. Die Kirche hing zuvor vom Kloster Anafonitria ab. Auf Bitten Varlaams sprachen die venezianischen Behörden sie 1550 der neuen Gemeinschaft zu. Sie gaben dem Kloster eine wichtige Rolle bei der Überwachung der Küste. Die Anlage war deshalb befestigt. Ihren Turm zerstörte 1561 ein Piratenangriff, danach wurde er wieder aufgebaut. Die Mönche bewahrten bis ins späte 18. Jahrhundert Handschriften und trugen so zur Bildung bei. Die Klosterkirche wurde 1803 erneuert, neben ihr stehen Ruinen älterer Gebäude.
Panagia Skopiotissa auf dem Skopos
Im Südosten der Stadt erhebt sich der Berg Skopos, knapp 500 Meter hoch. In der Antike hieß er Elatos und galt den Zakynthiern als heilig. Nahe dem Gipfel liegt das Kloster der Panagia Skopiotissa. Es gehört zu den ältesten der Insel: Gegründet wurde es in byzantinischer Zeit, jedenfalls vor der Mitte des 15. Jahrhunderts.

Vom Kloster sind nur Ruinen geblieben und die Kirche der Gottesmutter, die etwa in der Mitte der Anlage steht. Sie wurde über einem antiken Tempel der Artemis errichtet, der Göttin, der der ganze Berg geweiht war. Teile des Tempels wurden verbaut, etwa am Eingang und im Fußboden. Früher wurden hier marmorne Säulen und Inschriften gefunden. Innen sind Wandmalereien erhalten. Der Weg lohnt sich auch wegen der Aussicht über Dörfer, Wald und Meer.
Die Zufahrt beginnt in Argassi. Der letzte Abschnitt ist eine steile Schotterpiste, die nicht leicht zu fahren ist. Mit einem tiefliegenden Mietwagen ist Vorsicht geboten. Mehr zur Umgebung auf der Seite Vasilikos.
Das Kloster der Strofaden und des Agios Dionysios
Ein Kloster liegt nicht auf dem Land, sondern am Hafen von Zakynthos-Stadt. Sein Name lautet Kloster der Strofaden und des Agios Dionysios. Die Gemeinschaft stammt von den Strofaden, kleinen Inseln südlich von Zakynthos, wo Dionysios Mönch und Abt war. 1717 wurde der Klosterkomplex von dort in die Stadt verlegt. Zusammen mit der Kirche des Heiligen ist es das Zentrum des religiösen Lebens der Insel. Im neuen Klosterflügel von 2000 liegen ein Museum und eine Werkstatt zur Restaurierung von Ikonen, mehr dazu auf der Seite Agios Dionysios.

Das Stammkloster auf den Strofaden ist eine burgartige Anlage. Für ihre Restaurierung sind 14,5 Millionen Euro vorgesehen. Im Oktober 2021 liefen die Vorarbeiten, für Kräne und Baumaschinen musste erst eine Mole gebaut werden.
Weitere Klöster
- Agios Ioannis Prodromos: Die Kirche in der venezianischen Burg über der Stadt war ab 1603 ein Frauenkloster. Das Erdbeben von 1893 beschädigte sie schwer, siehe Bochali und die venezianische Burg.
- Panagia Spiliotissa: bei Orthonies im Norden, am Rand einer Schlucht im Grünen.
- Panagia Eleftherotria: nördlich von Macherado. Von außen wirkt die Anlage mit ihren Zinnen eher wie eine Burg als wie ein Kloster, der Blick geht über die Ebene von Zakynthos.
Tipps für den Besuch
- Kleidung: Klöster sind Orte des Gebets. Schultern und Knie bedeckt zu halten, ist eine Frage des Respekts.
- Ruhe: In bewohnten Klöstern leben Mönche oder Nonnen. Leise sein, nicht in Gottesdienste platzen, vor dem Fotografieren in Innenräumen fragen.
- Zeiten: Öffnungszeiten erfragt man am besten vor Ort oder im Hotel.
- Kombinieren: Anafonitria und Krimnon liegen auf dem Weg zur Navagio-Aussicht und nach Porto Vromi, die Skopiotissa lässt sich mit den Stränden der Halbinsel Vasilikos verbinden.
- Fahrzeug: Die Klöster auf dem Land liegen abseits, ein eigenes Fahrzeug ist am praktischsten. Hinweise auf der Seite Mietwagen, Roller und Quad.
- Bus: Im Sommer 2026 (29. Juni bis 2. August) fuhr die KTEL-Linie Agios Nikolaos – Volimes zweimal täglich ab dem Solomos-Platz, um 8:15 und 18:15 Uhr, auch sonntags, für 7,00 €. Von Volimes bis Anafonitria sind es noch rund 6 Kilometer Straße.
Häufige Fragen
Welches Kloster auf Zakynthos lohnt sich am meisten?
Für die meisten Besucher Anafonitria: Hier lebte der Inselheilige, und das Kloster liegt auf dem Weg zur Navagio-Aussicht. Wer Ruinen und Aussicht mag, fährt auf den Skopos zur Panagia Skopiotissa.
Welches ist das älteste Kloster der Insel?
Zu den ältesten zählen die Panagia Skopiotissa, gegründet in byzantinischer Zeit, und Anafonitria, für das die Angaben vom 13. bis 15. Jahrhundert reichen.
Kann man die Strofaden besuchen?
Für das Kloster auf den Strofaden ist eine Restaurierung für 14,5 Millionen Euro vorgesehen, im Oktober 2021 liefen die Vorarbeiten. In der Stadt lässt sich das Kloster der Strofaden und des Agios Dionysios neben der Kirche des Heiligen am Hafen besuchen.
Quellen
- École française d’Athènes, Frankika: Monastère de Panagia Anaphonitrias
- École française d’Athènes, Frankika: Monastère Saint-Georges ton Krimnon
- Orthodoxia News Agency: Restaurierung der Wandmalereien in Anafonitria beginnt (29.07.2020)
- travel.gr: Mittelalterliche Kirchen und Klöster auf Zakynthos (17.01.2023)
- G. A. Poulimenos: Agios Nikolaos Megalomatis am Skopos, Deltion der Christlichen Archäologischen Gesellschaft 14 (1989)
- Topoguide: Monasteries of Zakynthos
- Religious Greece: Church of Agios Dionysios
- iefimerida: Mendoni besucht Museen und Denkmäler auf Zakynthos (25.10.2021)
- Orthodoxia News Agency: Lina Mendoni zum Kloster der Strofaden (24.10.2021)
- Kulturministerium, Castle Route: Zakynthos
- iefimerida: Prozession des Agios Dionysios an Weihnachten (25.12.2019)
- zanteisland.com: Itinerary Navagio
- zanteisland.com: Churches and Monasteries in Zakynthos
- Wikipedia: Αναφωνήτρια Ζακύνθου
- OpenStreetMap: Lage der Klöster
- KTEL Zakynthos: Busfahrplan 29. Juni bis 2. August 2026
- OSRM: Routenberechnung auf OpenStreetMap-Daten