Cameo Island

Cameo Island auf einen Blick

  • Lage: kleine Felsinsel rund 100 m vor dem Hafen von Agios Sostis, im Westen der Bucht von Laganas
  • Zugang: zu Fuß über eine Holzbrücke
  • Betrieb: Privatinsel mit Strandbar, Eintritt am Zugang
  • Baden: kleine Kieselbucht auf der Insel, Sandstrand am Festland
  • Schutzgebiet: innerhalb des Nationalen Meeresparks Zakynthos
  • Entfernung (Straße): 2,8 km ab Laganas, rund 10 km ab Zakynthos-Stadt

Cameo Island heißt eigentlich Agios Sostis. Die kleine Insel liegt rund 100 Meter vor dem Hafen von Agios Sostis, südwestlich von Laganas, und ist über eine hölzerne Fußgängerbrücke mit dem Festland verbunden. „Cameo“ ist der Name des Lokals, das auf der Insel betrieben wird. Auf Griechisch heißt sie Άγιος Σώστης, daneben sind die Namen Riganato, Lountzi und Kameo überliefert.

Vom Erdbeben abgetrennt

Agios Sostis war früher eine Landspitze. Ein Erdbeben mit Tsunami trennte sie am 5. November 1633 vom Festland. Der Name geht auf eine Kirche des heiligen Sostis zurück, die hier im 16. Jahrhundert stand. Heute ist die Insel unbewohnt und in Privatbesitz. Sie ist dicht mit Kiefern bewachsen, das Ufer besteht aus Felsen und kleinen Buchten.

Holzbrücke, Strandbar und Eintritt

Vom Hafen geht man über die Holzbrücke hinüber. Auf der Insel liegt eine Strandbar mit einem kleinen Badeplatz. Früher war Cameo vor allem für seine Partynächte bekannt, heute ist es tagsüber eine Strandbar mit Musik. Weil die Insel privat ist, wird am Zugang Eintritt verlangt. Dafür bekommt jeder Besucher einen Schlüsselanhänger mit einem Foto, das am Eingang aufgenommen wird.

Bekannt ist die Insel für die weißen Stoffbahnen, die am Ufer im Wind wehen. Sie ist ein beliebtes Fotomotiv und wird für Hochzeiten und private Feiern gebucht. Solche Feiern vereinbart man direkt mit dem Betreiber oder über eine Hochzeitsagentur auf Zakynthos.

Baden auf der Insel und am Festland

Die Badebucht auf der Insel ist klein, mit Kieseln und etwas Sand, und füllt sich schnell. Das Wasser ist flach und klar. Für die Kiesel sind Badeschuhe angenehm. Am Festland liegt der Sandstrand von Agios Sostis, der nach der Insel benannt ist. Wer einen ganzen Strandtag plant, hat am langen Strand von Laganas mehr Platz.

Mitten im Nationalen Meerespark

Das Präsidialdekret von 1999, mit dem der Nationale Meerespark Zakynthos eingerichtet wurde, nennt Agios Sostis ausdrücklich als Insel innerhalb der Parkgrenze, neben Marathonisi und Pelouzo. Das Meer um die Insel gehört zum Seegebiet C der Bucht von Laganas. Dort dürfen Boote vom 1. Mai bis 31. Oktober höchstens 6 Knoten fahren. Im östlichen, inneren Teil der Bucht vor den Stränden von Laganas und Kalamaki ist in dieser Zeit jeder Bootsverkehr verboten. Die Regeln schützen die Unechten Karettschildkröten, die in der Bucht leben und an ihren Stränden Eier ablegen.

Das Festland von Agios Sostis gehört zur Randzone des Parks, einem Gebiet für kontrollierten Tourismus. Gebäude dürfen dort höchstens 7 Meter hoch sein, Leuchtreklame ist nicht erlaubt.

Anfahrt

Mit dem Auto sind es von der Ortsmitte Laganas 2,8 km, von Zakynthos-Stadt rund 10 km und vom Flughafen 8,5 km. Parkplätze gibt es in der Nähe des Hafens. Zu Fuß sind es von der Ortsmitte Laganas rund 2,3 km, etwa eine halbe Stunde. Linienbusse der KTEL Zakynthos fahren aus der Stadt nach Laganas, die Einzelfahrt kostet 2,20 €. Wo die Insel liegt, zeigt die Karte.

Manche Halbtagestouren mit dem Boot zu Marathonisi und den Keri-Höhlen legen auch an Cameo Island einen Halt ein.

Agios Sostis: Hafen und Mietboote

Der kleine Hafen von Agios Sostis ist ein Ausgangspunkt für Fahrten in den Westen der Bucht. Vermieter bieten dort Boote an, die man ohne Bootsführerschein fahren darf. Beliebte Ziele sind die Keri-Höhlen, die Felsen von Mizithres und die Schildkröteninsel Marathonisi, an deren Strand eigene Regeln gelten. Auch mit dem Mietboot gilt in der Bucht von Mai bis Oktober die Höchstgeschwindigkeit von 6 Knoten.