Keri und Limni Keri

Im Südwesten von Zakynthos liegen zwei Orte, die man leicht verwechselt: das Bergdorf Keri und unten am Meer Limni Keri (Limni Keriou), was so viel bedeutet wie „Keri-See“. Oben gibt es den Leuchtturm und den berühmten Sonnenuntergang, unten den Strand, den Hafen und die Boote nach Marathonisi.

Keri – das Dorf auf dem Südkap

Keri liegt auf dem Südkap der Insel Zakynthos, rund 20 Kilometer von Zakynthos-Stadt und etwa 13 Straßenkilometer von Laganas entfernt. Das kleine, schöne Dorf mit sehr engen Gassen und alten Häusern hat einige Tavernen mit wunderbaren Terrassen, die einen Panoramablick in den Sonnenuntergang bieten, aber keinen eigenen Strand. Von dort bewundern Touristen und Einheimische den Sonnenuntergang beim Abendessen.

Leuchtturm mit Sonnenuntergang

Die eigentliche Attraktion liegt noch einmal etwa einen Kilometer hinter dem Dorf. Dort steht der Leuchtturm von Keri hoch über der Steilküste – das Leuchtfeuer liegt rund 190 Meter über dem Meer. Er bietet einen im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubenden Blick auf die felsige Küste und die Weite des Ionischen Meeres.

Blick vom Leuchtturm Keri auf die steile Felsküste im Südwesten von Zakynthos
Die Steilküste vom Leuchtturm Keri aus gesehen

Die beste Zeit für einen Besuch ist der späte Nachmittag oder frühe Abend, wenn der berühmte Sonnenuntergang die Aussicht noch spektakulärer macht. Fotografen können hier den Sonnenuntergang in allen Farben einfangen. Wer ein bisschen an den Rand geht, hat einen tollen Blick auf die Mizithres-Felsen. Aber Achtung: Wer zum Sonnenuntergang nach Keri fährt, sollte sich auf einen Autokorso auf der schmalen Straße zum Leuchtturm einstellen. Wer zu spät kommt, verpasst nicht nur den Sonnenuntergang, sondern bekommt auch keinen Parkplatz mehr.

Die Mizithres-Felsen vor der Steilküste von Keri im Südwesten von Zakynthos
Die Mizithres-Felsen unterhalb des Leuchtturms von Keri

Keri Caves – Meereshöhlen im Süden

Unter der Steilküste gibt es zahlreiche Meereshöhlen, die man mit dem Boot aus der Nähe ansehen kann. Sie sind nicht zu verwechseln mit den berühmten Blue Caves am Nordkap, sehen aber genauso aus, wenn man mit dem Boot hineinfährt oder hineinschwimmt und schnorchelt. Weil sie genauso schön sind und immer mehr Besucher anziehen, haben die Ausflugsanbieter sie kurzerhand „Keri Caves“ getauft. Das zeigt nur, wie schön Zakynthos an allen Ecken und Enden ist.

Limni Keri – der Ort am Meer

Rund 16 Kilometer von Zakynthos-Stadt entfernt liegt das kleine Dorf Limni Keri am Westende der Bucht von Laganas, gegenüber der Schildkröteninsel Marathonisi. Der Ort ist abseits des Trubels von Laganas geblieben.

Hafenmole von Limni Keri mit Booten und dem Strand, von oben gesehen
Die Bucht von Limni Keri mit dem Hafen, von oben gesehen

Kleiner Strand mit Stehtiefe

Hier finden Sie einen kleinen Kiesstrand mit vielen Bäumen, die in der Mittagssonne Schatten spenden. Dazu gibt es Strandliegen mit fest installierten Sonnenschirmen für alle, die nicht auf dem Kies sitzen möchten. Auch wenn der Strand aus Kies ist: Sobald man im Wasser ist, hat man feinen Sand unter den Füßen. Bis etwa 100 Meter hinaus in die Bucht hat das Wasser zudem Stehtiefe. Für Kinder ist das ideal.

Schattige Bäume am Kiesstrand von Limni Keri, Zakynthos
Olivenbäume spenden Schatten am Strand von Limni Keri

Der Strand ist klein, aber wunderschön und erstreckt sich entlang der Strandpromenade. Gleich nebenan in Richtung Hafen finden Sie einige Restaurants und Geschäfte. Vom Hafen aus können Sie ein Boot mieten, für die kleinen Mietboote braucht man keinen Bootsführerschein. Mit dem Boot fahren Sie dann um das Südkap und bewundern die Steilküste unterhalb des Leuchtturms, die Keri Caves und die Mizithres-Felsen.

Der kleine Hafen von Limni Keri mit Mole und Booten
Der kleine Hafen von Limni Keri

Vom Hafen in Limni Keri starten auch die Tauchboote. Die Tauchplätze an der felsigen Süd- und Westküste rund um das Kap gehören zu den schönsten der Insel.

Bunt bemalter Lieferwagen einer Tauchbasis am Hafen von Limni Keri
Am Hafen von Limni Keri: das bunte Auto einer Tauchbasis

Leckeres Essen in den Tavernen

Strandpromenade von Limni Keri in der Abenddämmerung mit Laterne und Strohschirm
Die Strandpromenade von Limni Keri am Abend

Gegen Abend bieten die Tavernen rund um die Bucht eine ganz besondere Atmosphäre. Fast alle haben schöne Terrassen mit Blick auf die Bucht von Laganas und die Insel Marathonisi. Am Abend wählen Sie zwischen typisch griechischen Tavernen mit traditioneller Küche. Meeresfrüchte sind hier ein echter Genuss und auch preislich erschwinglich. Insgesamt ist der Ort sehr ruhig. Es gibt nur wenige Bars, in denen man nach 21 Uhr noch sitzt, dafür sehr entspannt mit Lounge-Musik.

Von Limni Keri aus erreichen Sie die Höhlen und Strände des Kaps Marathia oder mit dem Boot die Schildkröteninsel im Meerespark vor der Küste. Auch auf das Kap Marathia kann man wandern, aber nur wenn man gut zu Fuß ist, denn die Wege sind sehr steil und oft aus grobem Schotter.

Keri-See – wo ist der See?

Direkt hinter dem Strand liegt ein großes Schilfgebiet. Das ist der Keri-See, nach dem der Ort heißt. Im Sommer ist er ganz ausgetrocknet. Dort gibt es auch die berühmten Pechquellen, die schon der griechische Geschichtsschreiber Herodot beschrieben hat. Das Pech findet man nach einem Regenschauer auch schon mal am Abfluss in die Bucht, aber nur in kleinen Mengen, keine Angst!

Wie kommt man nach Keri und Limni Keri?

Im Fahrplan des Inselbusbetriebs KTEL Zakynthos steht keine Linie nach Keri oder Limni Keri. Man braucht also ein Taxi oder mietet sich ein Auto, ein Moped, einen Roller oder ein Quad, was sich für die Erkundung der Insel ohnehin anbietet. Auch Fahrräder kann man mieten, in der Sommerhitze ist Radfahren auf Zakynthos aber nicht jedermanns Sache. Zum Bergdorf Keri folgt man vor Limni Keri der ansteigenden Straße nach rechts, statt in den Ort zu fahren, und ist nach einigen Serpentinen und wenigen Minuten oben.

Unterkunft in Limni Keri

Limni Keri ist zwar ein kleines Dorf, aber es gibt viele nette Pensionen und Ferienwohnungen für alle Bedürfnisse, dagegen nur wenige kleine Hotels. Im Bergdorf Keri ist es eher schwierig, eine Unterkunft zu finden, weil gerade in den Sommermonaten viele Stammgäste und Ferienhausbesitzer in den Ort kommen. Mehr zum Thema auf der Seite Unterkunft.

Quellen