Navagio Beach – Schmugglerbucht mit Schiffswrack

Wie Mutter Natur die Kulisse schuf und ein Wrack dorthin legte

Zakynthos Navagio Beach Schmugglerbucht
Zakynthos Schmugglerbucht mit Navagio Beach

Ohne Frage ist der Navagio Beach in der Schmugglerbucht (auch Schiffswrackstrand oder Shipwreck Beach genannt) der berühmteste Strand der Insel und sicherlich einer der am meisten fotografierten Strände der Welt. Jeder wird schon mal ein Bild der Ansicht von den Klippen hinab in die Schmugglerbucht auf das Schiffswrack gesehen haben. Für viele Touristen war dieses Bild vielleicht sogar der Grund, eine Reise nach Zakynthos zu unternehmen.

Die Schmugglerbucht als prächtige Kulisse

Die kristallblaue Farbe des Meeres, zusammen mit dem weißen Sand und den steilen Klippen, die ihn umgeben, bilden bereits für sich genommen eine erstaunliche natürliche Kulisse. Der Navagio Beach liegt in der Schmugglerbucht, umgeben von bis zu 200 Meter hohen, senkrecht hinaufragenden Felswänden, über denen sich eine kleine Aussichtsplattform befindet. Der Strand ist nur vom Meer aus zugänglich, und vom Strand führt kein Weg hinauf zu Aussichtsplattform.

Das Schiffswrack von Zakynthos

Im Jahr 1980 ist dort, inmitten dieser prächtigen Kulisse die Mutter Natur geschaffen hat, ein kleines Frachtschiff auf Grund gelaufen. Auch das hat Mutter Natur erledigt, mit einem Sturm, der das Schiff zum kentern brachte. Als sich die Panagiotis auf ihrer letzten Reise von Kefalonia nach Albanien befand, wurde sie von einen Sturm überrascht und nach einem technischen Defekt auf den Strand gespült. Das Wrack des Küstenmotorschiffs „Panagiotis“ liegt seitdem auf einem kleinen Navagio Beach und seitdem „schmückt“ das rostige Wrack den Strand derart perfekt, dass er zum weltberühmten Postkartenmotiv geworden ist.

Navagio Beach – nur per Boot erreichbar

Die einzige Möglichkeit, zum Strand zu gelangen, ist mit dem Boot. Und Boot ist nicht gleich Boot. Eins vorweg, wer meint er könne in der Bucht von Laganas ein kleines Motorboot mieten und damit die Westküste hinauf bis zum Navagio Beach fahren, der liegt falsch. Spätesten in Höhe des Leuchtturms von Keri warten Aufpasser der Bootsverleiher und pfeifen derart abenteuerlustige Freizeitkapitäne zurück. Das ist auch gut so, denn sobald der Wind auffrischt, geht an der Westküste ein rauer Seegang mit hohen Wellen.

Tagestouren zum Navagio Beach

Es gibt tägliche Kreuzfahrten als Tagestouren von Laganas und Zakynthos-Stadt aus, die Sie buchen können. Diese Boote fahren früh morgens los und kommen dann fast zeitgleich am Navagio Beach an. Sobald diese Boote da sind, ist der kleine Strand recht überfüllt.

Anreise von Agios Nikolaos zur Schmugglerbucht

Besser ist aber die Anreise mit dem Auto, Motorrad oder Quad. Solche Mobile kann man fast überall auf der Insel leicht mieten. Dann kann man entweder vom Hafen von Agios Nikolaos aus mit dem Boot starten, und so einen Besuch der Blauen Höhlen (Blue Caves) auf dem Weg zum Navagio-Beach in der Schmugglerbucht kombinieren. Außerdem kann man so ein kleines Boot erwischen, dass vor den großen Ausflugsbooten aus der Bucht von Laganas am Strand anlegt. Wer das erste Boot erwischt, ist am Strand noch fast alleine.

Mit dem Boot von Porto Vromi zum Schiffswrack

Mein Tipp ist die Anreise von Porto Vromi aus. Der kleine Yachthafen liegt an der Westküste von Zakynthos. Nach dorthin muss man durch das Inselinnere fahren, ein schönes Naturerlebnis. Auf dem Weg liegen viele Sehenswürdigkeiten, die man unterwegs besichtigen kann. Porto Vromi ist eine kleine Bucht, dort kann man auch gut den ganzen Tag bleiben und baden. Die Boote von dort aus kommen zwar nicht an den Blue Caves vorbei, aber an einer Menge anderer „blauer Höhlen“, die auch vom Kapitän angefahren werden. Schnorchelset unbedingt mitbringen, es gibt reichlich Badestopps auf dem Weg zum Navagio Strand und auch auf dem Rückweg. Auch den Kopf von Neptun kann man vom Boot aus bestaunen. Von Porto Vromi kann man vorher oder im Anschluss leicht zur Aussichtsplattform fahren.

Aussichtsplattform über der Schmugglerbucht

Von der kleinen Aussichtsplattform oberhalb der Bucht kann man tolle Fotos machen. Ohne Weitwinkel bekommt man hier allerdings nicht die ganze Bucht aufs Foto. Außerdem herrscht dort immer so ein Gedränge, dass man sich erst anstellen muss. Wagemutige Fotografen pirschen sich daher auf eigene Faust an die Klippen. Achtung, dazu muss man absolut schwindelfrei und trittsicher sein. Verboten ist es außerdem, also wer es macht, auf eigene Gefahr.

Wanderpfad bis zur Spitze der Klippen

Am besten bewundert man den berühmten Strand von der Spitze der Bucht, oben von den Klippen der Steilküste aus. Die Aussicht von dort ist einfach wunderbar. Die Farben des Meeres von dort oben sind – je nach Tageszeit und Sonneneinstrahlung – wechselnd, aber immer spektakulär. Der Kontrast mit den weißen Klippen macht die Landschaft unglaublich attraktiv. Um diesen Panoramablick zu genießen, müssen Sie von der Aussichtsplattform einen kleinen Pfad entlang der Kante der Klippen wandern. Nichts für schwache Nerven oder kleine Kinder! Unterwegs gibt es dann mehrere Perspektiven auf den Navagio Beach, alle sind schön.

Navagio Beach – Live viel besser als auf dem Foto

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